Süddeutsche Zeitung: Der Sog von Über die Grenze entwickelt sich wie die Reise; auf einmal ist der Leser mittendrin, fasziniert von all dem Fremden in den Augen des Erzählers und von der wechselvollen Gefühlslandschaft, die die Fahrt durch Asien in ihm auslöst. Alles bündelt sich im Augenblick, ob der Drogenrausch, die sexuellen Abenteuer oder der letzte Kraftakt mit dem Fahrrad. Es gibt kein Später und kaum Zurückliegendes, nur das Jetzt verharrt, dehnt sich aus und ist in seiner Unmittelbarkeit bestechend.


Neues Deutschland: Man ist geneigt, immer wieder zu zitieren, um für dieses Buch zu werben, das in seinem Umfang eher ein novellistischer Reisebericht, in seinen Dimensionen aber ein tiefgründiger Text ist, der aus klarer, bildreicher Sprache lebt. Alles Geschaute (...) scheint nicht in Sprache gebannt, sondern fast gebrannt zu sein. Rudolf von Waldenfels lehrt uns das Staunen im Sinne der alten Philosophen als Urgrund menschlicher Erfahrung und menschlichen Seins überhaupt.


Norbert Kron, rbb Kulturfernsehen: Rudolf von Waldenfels hat mit seinem Buch eine neue literarische Reise ins ‚Herz der Finsternis‘ angetreten. Ein expressiver Texttrip ins Nirvana, an dessen Ende er die Sinnfindung dem Leser überlässt. Wie kann der Held zu sich finden? Wie kann er sein wahres Ich spüren? Er verliert sich in Drogenexperimenten, riskiert bei Eskapaden mit Prostituierten Infektionskrankheiten. Weil er im normalen Leben keinen Sinn findet, sucht er die Nähe des Todes, die Selbstauflösung im Orgiastischen.


taz: Vor allem gibt es kein Ankommen in einem besseren Leben. Dieser Verzicht auf eine geschlossene Geschichte mit spirituellem Überbau ist einer der großen Vorzüge dieses Reiseromans. Es hätte nahe gelegen, die Reise des Europäers als den Weg eines Seelensuchers zu formulieren - doch von Waldenfels vertraut lieber der Ambivalenz seiner Hauptfigur: Sie ist hin und her gerissen zwischen der leeren Wüste und den vollen Tavernen, zwischen Rausch und Enthaltsamkeit.


BZ: Faszinierendes Debüt.





Peter Turrini: „Ich geriet mehr und mehr in den Bann des Erzählers, der nichts anderes tut, als eine Reise zu schildern. Aber was heißt das, ,nichts anderes‘: Durch diese eine Figur gerät man in eine solche Vielzahl von Welten, Gefühlen, Schönheiten und Schrecklichkeiten!“


Anne Bennent: „Über die Grenze hat eine ganz außerordentliche Kraft, die mich begeistert hat. Ein mutiges und faszinierendes Buch!“


David Toscana: „Von Waldenfels konfrontiert uns mit den tiefsten Fragen der Existenz -- so, wie das große Literatur immer tut.“

Im Jahr 2006 kam mein erstes Buch heraus, ein Roman; er stellt sozusagen die Essenz der Jahre dar, die ich reisend verbracht habe.


Über die Grenze schildert eine atemlose Reise mit dem Fahrrad durch Asien. Getrieben von Erlebnishunger und der Sehnsucht nach einem Sinn in seinem Leben, stürzt sich der Ich-Erzähler von einem Abenteuer in das nächste: Drogenräusche, sexuelle Zufallsbekanntschaften, körperliche Grenzerfahrungen. Und immer wieder, auf den langen, einsamen Strecken, wird die Natur als magisch, als einzig wirklich erlebt.

Ich habe inzwischen bestimmt über 50mal öffentlich aus dem Buch vorgelesen, auf der Leipziger Buchmesse, in Kongresssälen, in Buchhandlungen, in Theatern; dazu kamen zahlreiche Radiointerviews sowie mehrere Fernsehauftritte.


Hier können Sie mich in der Sendung WestArt am Sonntag des WDR sehen:

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