„Arbeit und Struktur“ von Herrndorf, am Rande des Todes geschrieben: das stärkste Stück deutscher Literatur, das ich seit Langem gelesen habe. Wenige Tage nach dem letzten Eintrag setzte er sich einen Revolver an den Kopf und drückte ab. Ein schlichtes Eisenkreuz markiert, so wie er es sich gewünscht hatte, den Ort seiner Selbsttötung.

Das Geschenk dieses Buches, das einen Gang in den Tod beschreibt, besteht darin, dass es einen rücksichtslos ins Leben stösst. Jetzt! Jetzt lebst du! Heute entscheidet es sich!

Kein Wort ist zuviel, keine Sentimentalität leistet sich der Autor, der doch - sterbenskrank, wie er war - mehr als andere das Recht dazu gehabt hätte.