Der Historiker William Manchester in einer autobiographischen Schilderung des 2. Weltkriegs (aus: Chris Hedges, War Is A Force That Gives Us Meaning; Übersetzung von mir):

Nicht nur war er der erste japanische Soldat, auf den ich schoss; er war auch der erste, an den ich so nahe herankam. Er war dick wie ein Rotkehlchen und hatte ein Mondgesicht, der kleine, runde Mann. Seine kurzen Beine steckten in ausgebleichtem Khakistoff, der Rest war in eine viel zu enge Uniform gequetscht. Im Gegensatz zu mir trug er einen Stahlhelm. Aber ich hatte von ihm nichts zu befürchten. Sein Arisaka-Gewehr war hinten am Rücken verstaut, in einem Scharfschützenaufsatz, und in der Halteschlinge des Aufsatzes hatte sich der Japaner verfangen. Er konnte seine Arme nicht befreien. Er rollte mit den Augen vor Angst. Er begriff, dass er sich nicht würde verteidigen können und stolperte rückwärts in eine Ecke.
Mein erster Schuss hatte ihn verfehlt, aber der zweite traf eine Hauptschlagader. Sein linker Oberschenkel blühte auf und wurde zu Matsch. Eine Blutwelle schoss aus der Wunde; dann noch eine. Das Blut strömte die Beine herab und sammelte sich auf dem Erdboden. Stumm blickte er es an. Er tauchte seine Hand hinein und schmierte es sich an die Wange. Seine Schultern zogen sich krampfartig hoch, als habe ihm jemand kräftig auf den Rücken gehauen. Dann gab er einen lauten Furz von sich, fiel in sich zusammen und starb. Ich hörte nicht auf zu feuern (…).